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Lyrics

Prezident – Schattenboxen Lyrics (feat. DJ Diplomat)

[Intro]
“Jetzt wirst du deinen Mann mit Schnee bedecken
Damit er frisch bleibt, bis ich wiederkomme
Helft mir mal, dann geb’ ich einen Doppelten aus.”
“Der hat überall Leichen liegen
Wohin er auch kommt
Überall pflastern Leichen seinen Weg.”
[Part 1:]
Ich lass’ eure Rapidole weiter Phrasenschweine mästen
Glasperlen vor die Säue tun und Kabelmics verpesten
Meine Texte brennen im Hals, dass du taumelst wie im Suff
Aber pflücken jede Frage, die im Raum steht, aus der Luft
Und es ist keine Kunst, wenn es nicht entartet ist
Ins Blaue mutmaßt, aber voll ins Schwarze trifft
Ich mach’, dass Hip Hop wieder Farbe kriegt
Und meine Gabe ist, dass ich mit scharfem Blick
Den Rost erkenn’, der auf dem Platin liegt
Und wenn ich will, mach’ ich, dass vormittags schon abends ist
Lass’ euch Funken sprüh’n und runterglüh’n und dann den Laden dicht
Mein Tageslicht ist schwarz wie nichts und der Rest der Welt
Enthält nicht einen Menschen, den ich nicht vergessen will
Lass’ mich mit Whiskey still’n, ohne einen Laut
Sitz’ ich zwischen euch und fühle mich nicht wohl in meiner Haut
Diese deutsche Luft ist dumpf und sie schmeckt so fadenscheinig
Kuck, ich fress’ nicht, was sie sagen, auch wenn Dreck den Magen reinigt
[Hook:]
Ihr seid nicht echt, Jungs, schaltet euren Rap stumm
Ich bring’ es auf den Punkt unterm Strich durch eure Rechnung
Punkt… Punkt… Punkt…
Ich hab ein Mic um abzukotzen, rapp’ allein wie Schattenboxen
Ich täusche links an, reiß das Steuer rechts rum
Bring’ es auf den Punkt unterm Strich durch eure Rechnung
Punkt… Punkt… Punkt…
Und die Tinte meiner Texte gerinnt anstatt zu trocknen
[Part 2:]
Ich geh’ nicht oft in Clubs, ich schau lieber meine Wände an
Die immer dann, wenn ich die Augen schließe, etwas näherkomm’
Schädelbrummen wie ganze LKW-Kollonen, jede Chance
Auf Besserung verwässert und am Ende für nicht echt befunden
Scheiß drauf, mein Rap lebt davon, ich will mit keinem tauschen
Einfach auch die Zweifel laufend übertön’ wie weißes Rauschen
Kafka war unfassbar und ich sah’ unter anderem
Daß Wahrheit und Realität verschieden voneinander sind
Bukowski lehrte mich, ehrliche Texte zu verfassen
Wie man über Schwächen spricht, ohne sich lächerlich zu machen
Plus ich kann wie Waits noch mit sechszig auf der Bühne stehen
Ohne daß sich Hörer über vierzehn für die Texte schämen
Ich bin ein Phänomen, ohne Hype auf meiner Seite
Der beste ungesignte deutsche Rapper, wie ich meine
Ich brauch’ niemand, der mir sagt, was ich richtig oder falsch mach’
Jeder Halbsatz ist genau durchdacht so wie die Reichskristallnacht
[Hook:]
[Part 3:]
Ich bin anspruchsvoll und erst zufrieden wenn ich muss
Hab ‘n Preamp in der Brust und hol’ seit sieben Jahren Luft
Hauche HipHop wieder Leben ein, auf der Intensivstation
Könnt’ mein Flow sein Pfleger sein, Mund zu Mund per Mikrophon
Fick die immer gleichen Stereotypen
Erkenn dein Demo als Frühchen und dein Ego wird büßen
Und ich weiß, wovon ich rede, ich würd am liebsten jedem
Der die Cribz-CD gekauft hat, seine Kohle wiedergeben
Doch was soll’s, aus Fehlern lernt man, bis man eines Tages
Weise und erfahren ist und stirbt, was dann oft schade ist
Verkabelt mich, denn ich piss’ Maschinenöl
Blute Batteriesäure, meine Haut ist wie Vinyl
Demotherapie, Easy Listening ist nicht mein Ding
Der siebte Sinn für frischen Wind lässt David Lynch wie Disney kling’
Ich bin schon so’n bißchen King, es ist Schluß mit Kindergarten
Playback und gezinkten Karten, Rap hat wieder Inhalt – Amen
[Hook:]